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Gefechte in der iranischen Provinz Kurdistan

Die iranische Revolutionsgarde soll bei der Stadt Marivan in der iranischen Provinz Kurdistan das Eindringen einer „antirevolutionären Gruppe“ in den Iran verhindert haben. Das teilte der Kommandant der Revolutionsgarde in der Provinz Kurdistan, Mohammad Hossein Rajabi, am Dienstag mit. Die bewaffneten Kämpfer sollen der militanten kurdischen Untergrundorganisation PJAK angehört haben und nach den Gefechten wieder zurück in den Nordirak geflohen sein, so der Kommandant. Mehr Details über die Gruppe wurden nicht bekannt.

Die Partei für ein Freies Leben in Kurdistan (PJAK) ist eine militante kurdische Untergrundorganisation im Iran mit Stützpunkten im Nordirak. Sie ist eine Schwesterorganisation der PKK und führt einen bewaffneten Kampf für mehr Autonomie der Kurden im Iran.

In den vergangenen Monaten haben die Kämpfe in den kurdischen Gebieten des Iran zugenommen, es gab mehrere Tote auf beiden Seiten. Anfang April hatten einige persischsprachige Medien berichtet, dass die Demokratische Partei des Iranischen Kurdistans DPK-I ihre bewaffneten Kämpfe in den kurdischen Gebieten wiederaufgenommen habe.

Im Westen des Iran leben rund 5,7 Millionen KurdInnen. Der Iran lehnt eine Unabhängigkeit der kurdischen Gebiete vehement ab. Das führt immer wieder zu Spannungen zwischen den überwiegend sunnitischen Kurden und dem schiitischen Staat, die auch unter dem gemäßigten Präsidenten Hassan Rouhani anhalten. Dutzende kurdische Aktivisten sitzen im Iran in Haft.

(fh)