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Expertenrats-Kandidatur von Khomeinis Enkel abgelehnt

Der iranische Wächterrat hat die Kandidatur Hassan Khomeinis, Enkel des verstorbenen Ayatollah Ruhollah Khomeini, für die Wahlen des iranischen Expertenrats abgelehnt. Das schrieb sein Sohn Ahmad Khomeini am Dienstag auf seinem Instagram-Account. Gleichzeitig teilte der für die Zulassung der KandidatInnen bei Präsidentschafts- und Parlamentswahlen zuständige Wächterrat am Dienstag mit, dass 166 Personen für die Kandidatur zugelassen wurden. Darunter befindet sich keine einzige Frau. Die genaue Kandidatenliste werde bald veröffentlicht, so der Rat. Der Expertenrat wählt und überwacht den iranischen Revolutionsführer und damit das geistliche Oberhaupt des Landes.

801 Personen, darunter erstmals zehn Frauen, hatten sich in der vergangenen Woche als KandidatInnen für die bevorstehenden Expertenratswahlen im Februar 2016 registrieren lassen. 534 wurden zur KandidatInnenprüfung am 5. Januar eingeladen, darunter fünf Frauen. Laut offiziellen Angaben nahmen aber nur 400 der Eingeladenen teil. Mit der Prüfung testet der Wächterrat die religiösen Kenntnisse der KandidatInnen, die dem konservativen Gremium zufolge eine „wichtige Voraussetzung für die Zulassung zur Kandidatur“ seien. Hassan Khomeini nahm an der Prüfung, die in der Stadt Ghom stattfand, nicht teil. Sein Bruder Ali Khomeini sagte damals in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ISNA, Hassan sei dazu nicht eingeladen gewesen.

Am 26. Februar 2016 finden im Iran Parlaments- und Expertenratswahlen statt. Gewählt werden die 290 Abgeordneten für die 10. Legislaturperiode des Parlaments und die 86 Mitglieder für die 5. Legislaturperiode des Expertenrats.

(fh)