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Erschütterung über Terroranschlag auf „Charlie Hebdo“

Der iranische Schriftstellerverein hat in einem offenen Brief an französische SchriftstellerInnen und JournalistInnen den Terrorangriff auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ in Paris scharf verurteilt. Die VerfasserInnen äußern auch ihr Mitgefühl mit der französischen Bevölkerung: „Iranische AutorInnen und BürgerInnen haben im Kampf für die Meinungsfreiheit viele Opfer gebracht und können daher sehr gut Ihr Leid und Ihre Wut nachvollziehen“, heißt es in dem Schreiben. Zudem betonen die AutorInnen, der einzige Weg, extremistisches Gedankengut zu besiegen, sei, die Flagge der absoluten Meinungsfreiheit weltweit hoch zu halten.

Der Verein iranischer Schriftsteller wurde lange vor der islamischen Revolution 1979 im Jahr 1968 in Teheran gegründet. Er zählt zu den wichtigsten nichtstaatlichen Künstlerverbänden des Iran. Die Mitglieder setzen sich gegen staatliche Zensur und politische Verfolgung von SchriftstellerInnen ein. Sicherheitskräfte versuchen seit Jahren, die Mitgliederversammlungen des Verbands, die meist in privaten Häusern stattfinden, zu verhindern. Zuletzt sollte am 6. Januar ein Treffen in der Wohnung eines Teheraner Verbandsangehörigen stattfinden. Doch der Gastgeber wurde einen Tag davor vom Informationsministerium einbestellt und verwarnt: Er solle die Versammlung absagen, sonst würden Sicherheitskräfte sein Haus stürmen.

Am Mittwoch richteten islamistische Attentäter in der Redaktion der Satirezeitung „Charlie Hebdo“ in Paris ein Blutbad an. Dabei kamen zwölf Menschen ums Leben, darunter auch der Chefredakteur Stèphane Charbonnier. Weitere Personen wurden schwer verletzt.

(fh)