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Erdbeben erschüttert drei Provinzen

Ein Erdbeben der Stärke 6,2 erschütterte gestern die drei westiranischen Provinzen Ilam, Lorestan und Khuzestan, wie iranische Nachrichtenagenturen am Montag berichteten. Zentrum des Bebens war die Stadt Mormori in Ilam. Nach offiziellen Angaben wurden bei dem Erdbeben keine Menschen getötet, aber 260 verletzt. Zudem seien die Häuser von etwa 2.700 Familien zerstört und rund acht von 11 Dörfern in der Umgebung der Stadt Mormori zum größten Teil vernichtet worden. Das genaue Ausmaß der Schäden ist bis zur Stunde nicht bekannt. Helfer des Roten Halbmonds sind vor Ort, aber die Hilfsaktionen gehen langsam voran, da viele Straßen in die Region aufgrund von Bergrutschgefahren schwer befahrbar seien, so die Verantwortlichen.

Schwere Erdbeben sind im Iran eine ständige Gefahr, da fast unter dem gesamten Land Erdplatten aufeinander stoßen. Auch unter der Hauptstadt Teheran befinden sich vier große tektonische Verwerfungen. Nach im April veröffentlichten Untersuchungen der Rückversicherung Swiss Re steht die iranische Metropole mit ihren 14 Millionen EinwohnerInnen unter 616 Großstädten der Welt auf Platz zehn bei der Erdbebengefährung. Teheran verfüge nicht über ein modernes Erdbeben-Warnsystem, außerdem seien dort die wenigsten Gebäude erdbebensicher gebaut, heißt es in dem Bericht zu der Liste.

(fh)