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Elf Hinrichtungen in fünf Tagen – der Iran tötet weiter

Laut der „Internationalen Kampagne für Menschenrechte im Iran“ (ICHR) hat die Islamische Republik zwischen dem 8. und dem 12. Mai in den Städten Ghom und Ahwaz elf Menschen hingerichtet.

Es habe sich um wegen Drogendelikten Verurteilte gehandelt, so die Menschenrechtsorganisation. Die ICHR hat die wachsende Zahl von Hinrichtungen unter Präsident Hassan Rouhani bereits mehrfach verurteilt. Auch der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für den Iran, Ahmad Shaheed, hatte in seinem letzten Bericht im März 2014 die zunehmende Anzahl der Vollstreckungen von Todesurteilen im Iran kritisiert. Shaheed äußerte Besorgnis, dass auch politisch motivierte Hinrichtungen zunehmen könnten. Seit seinem Amtsantritt als Sonderberichterstatter im Jahr 2011 seien bis März 2014 1.539 Menschen in dem islamischen Gottesstaat hingerichtet worden, so Shaheed. Der Menschenrechtsbeauftragte der iranischen Justiz, Sadegh Larijani, konterte das mit der Behauptung, 80 Prozent der Hinrichtungen im Iran träfen Drogenschmuggler: „Die UNO sollte uns dafür danken“, so Larijani.

Laut Amnesty International sind allein im vergangenen Jahr im Iran 369 Menschen hingerichtet worden. Damit belegt das Land nach China Platz 2 in der Rangliste der Länder, die die Todesstrafe vollziehen. Am 9. Mai wurde bekannt, dass rund 40 iranischen Sunniten vorwiegend aus den kurdischen Gebieten des Landes die Hinrichtung droht (TFI berichtete). Den meisten der Inhaftierten werden Aktivitäten in salafistischen Gruppen und die Beteiligung am Terroranschlag auf den sunnitischen Geistlichen Mamusta Barahan Aali vorgeworfen. Der Freitagsprediger der iranischen Stadt Sanadaj war 2009 in seinem Haus erschossen worden.

fp