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Einschränkungen für UNESCO-Aktivitäten im Iran

Der iranische Revolutionsführer Ayatollah Seyyed Ali Khamenei will die Aktivitäten der UNESCO im Iran einschränken. Das sagte der Kulturbeauftragte der iranischen Revolutionsgarde, Mohammad Hossein Nejat, laut der Nachrichtenagentur Basijnews. Es gebe Länder in der internationalen Gemeinschaft, die ihren Kampf gegen den Iran mit Aktivitäten auf kultureller Ebene fortsetzten, so Nejat. Zu dieser Strategie gehöre auch die UNESCO. Allerdings ließ Nejat offen, wie diese Einschränkungen stattfinden sollen.

Offiziellen Angaben zufolge gibt es in drei iranischen Provinzen rund 5.000 Kindergärten, die jährlich mit 70.000 Dollar von der UNESCO finanziert werden. Nejat kritisiert, dass in den Kindergärten Musik und Tanzunterricht angeboten werde. Das verstoße gegen die „islamischen Erziehungsrichtlinien“.

Seit der islamischen Revolution vor 36 Jahren versuchen die Machthaber im Iran mit strengen Maßnahmen die Verbreitung „westlicher Werte und Kultur“  zu verhindern. So wurden gleich nach der Revolution geschlechtergetrennte Schulen eingeführt. 2011 wurden auch gemeinsame Kindergärten und Vorschulen für Jungen und Mädchen verboten. Ausnahmen sind nur in Einrichtungen möglich, die nicht die erforderliche Mindestzahl an Kindern erreichen.

(fh)