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Durchbruch im Atomstreit

Bei den Atomverhandlungen zwischen der Gruppe 5+1 und dem Iran in Lausanne ist es endlich zu einem Durchbruch gekommen. Nachrichtenagenturen zufolge einigten sich die UN-Vetomächte und Deutschland mit dem Iran auf entscheidende Eckpunkte für eine abschließende Vereinbarung. In einer gemeinsamen Erklärung der Verhandlungspartner hieß es am Donnerstag, man habe einen „entscheidenden Schritt“ getan. Die Einigung mit dem Iran sei die Grundlage für ein umfassendes Atom-Abkommen, das bis zum 30. Juni ausgehandelt sein soll, so die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

In der Vereinbarung verpflichtet sich der Iran, seinen Bestand an Zentrifugen um zwei Drittel zurückzufahren und sein nukleares Anreicherungsprogramm bis zu 25 Jahre lang einem mehrstufigen System von Einschränkungen und Kontrollen zu unterwerfen. Im Gegenzug soll der Westen seine Wirtschafts- und Finanzsanktionen gegen Teheran aufheben.

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif äußerte sich nach seiner Ankunft in Teheran am Freitag über dieses Ergebnis zufrieden. Zarif sagte, dies sei der Beweis dafür, dass man das iranische Volk nicht in die Knie zwingen könne. US-Außenminister John Kerry nannte den Donnerstag einen „großen Tag“. US-Präsident Barack Obama sprach von einem „historischen Abkommen“.

(fh)