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Doulatabadi erhält Chevalier-Kunstpreis

Der iranische Schriftsteller Mahmoud Doulatabadi wurde vom französischen Kulturministerium mit dem „Chevalier des Arts et des Lettres“-Preis ausgezeichnet. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur ISNA am Montag. Die Auszeichnung wurde dem Autor bei einem Festakt in Frankreichs Botschaft in Teheran vom französischen Botschafter Bruno Foucher verliehen. Der „Chevalier des Arts et des Lettres“ wurde 1957 gestiftet und wird seitdem vom französischen Kulturministerium verliehen. Der Preis gilt Personen, die sich durch ihr Schaffen im künstlerischen oder literarischen Bereich in Frankreich und in der Welt ausgezeichnet haben.

Doulatabadi lebt in Teheran. Er wurde mit seinem zehnbändigen Roman „Kelidar“ zu einem der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellern des Iran. Der 74-Jährige erhielt bereits mehrfach internationale Literaturpreise. Zuletzt wurde der Verfasser des Romans „Der Colonel“ 2013 mit dem Schweizer Jan-Michalski-Literaturpreis geehrt.Der Roman spielt in den Achtzigerjahren während des 1. Golfkrieges zwischen dem Iran und dem Irak. Er erzählt von einem ehemaligen Offizier und seinen Kindern, von denen die meisten tot oder verschollen sind. Fünfzehn Jahre lang hat Doulatabadi an dem Buch geschrieben, das bis heute von der iranischen Regierung nicht zur Veröffentlichung im Iran zugelassen wird. Die erste Fassung des Romans erschien 2009 in deutscher Sprache.

Am Sonntag kritisierte Doulatabadi auf einer Veranstaltung im Beisein des stellvertretenden iranischen Kulturministers Abbas Salehi, seine Rechte als Mensch und als Kunstschaffender sowie sein Recht auf Veröffentlichung seiner Werke würden seit Jahren unterdrückt.

(fh)