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Diaspora-Iraner*innen gegen den Krieg

Mit der Zunahme der Gefahr eines Krieges gegen den Iran beziehen auch immer mehr Diaspora-Iraner*innen dagegen Stellung.

In Internet-Kampagnen und sozialen Medien rufen unterschiedliche exil-iranische Gruppierungen die Europäische Union und die Bundesregierung dazu auf, sich gegen einen Krieg gegen den Iran zu positionieren und die Kriegsgefahr mit allen Mitteln abzuwenden.

Während manche allein die USA und Israel als Aggressoren bezeichnen, weisen andere auch auf die aggressive Politik der Islamischen Republik gegenüber der eigenen Bevölkerung und Teherans Provokationen in der Region hin. Alle sind sich darin einig, dass ein Krieg gegen den Iran einen Flächenbrand auslösen und den einfachen Bürger*innen mehr schaden würde als den Machthabern.

Diese Meinung vertritt auch der deutsche Außenminister Heiko Maas, der sich gerade auf einer Reise im Nahen und Mittleren Osten befindet. Er wird am Montag Teheran besuchen und mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammad Javad Zarif und Präsident Hassan Rouhani über den Fortbestand des Atomabkommens sprechen.

US-Präsident Donald Trump hat zwar vor einigen Tagen versichert, keinen Krieg gegen den Iran anzetteln zu wollen. Seine Pläne zur Verstärkung der militärischen Präsenz seines Landes in der Region hat er aber bislang nicht geändert. Die Maßnahmen begründet er mit vom Iran ausgehenden „zunehmenden Gefahren“ für die Region und andere Teile der Welt.

Deshalb fordern viele Iraner*innen innerhalb und außerhalb des Landes die Regierung auf, mit den USA zu verhandeln. Irans Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei verhindert jedoch bisher jeden direkten Kontakt zur US-Regierung. (fp)