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Dänemark inhaftiert mutmaßliche Terror-Unterstützer

Die dänische Polizei hat am Mittwoch drei mutmaßliche Mitglieder der Extremistengruppe Al-Ahwazieh festgenommen. Das bestätigte der Sprecher der dänischen Polizei, Bjoerke Kierkegaard. Die drei aus dem Iran stammenden Männer sollen den Terroranschlag in September in der südwestiranischen Stadt Ahwaz „bejubelt“ haben. Dafür sieht das dänische Gesetz eine Geldstrafe oder bis zu zwei Jahren Haft vor.

Am 22. September waren bei einer Attacke auf eine Militärparade in Ahwaz 25 Menschen ums Leben gekommen, mindestens 70 weitere wurden verletzt. Zu dem Anschlag hatte sich zunächst die Separatistenbewegung Al-Ahwazieh bekannt. Als kurz darauf die Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) ein Video veröffentlichte, auf dem drei ihrer Mitglieder das Attentat gestanden, zog Al-Ahwazieh ihr Bekenntnis zu dem Terrorattentat zurück.

In der südwestiranischen Provinz Khuzestan kommt es immer wieder zu Protesten der sunnitischen Minderheit im mehrheitlich schiitisch geprägten Iran. Al-Ahwazieh wird vom iranischen Staat als Terrorgruppe eingestuft, da sie für die Autonomie der „iranischen Araber“ kämpft. Einen Tag nachdem Anschlag in Ahwaz hatte das iranische Außenministerium diplomatische Vertreter aus Dänemark, den Niederlanden und Großbritannien einberufen. Die iranische Führung warf ihnen vor, Mitgliedern von „Terrorgruppen“ wie Al-Ahwazieh Zuflucht gewährt zu haben.

(fh)