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Bundesregierung sanktioniert Mahan Air

Mahan Air darf nicht mehr in Deutschland starten oder landen. Bisher flog die iranische Fluggesellschaft drei Mal in der Woche nach Düsseldorf und einmal nach München. Die Airline habe Ausrüstung und Personen in Kriegsgebiete im Nahen Osten, vor allem nach Syrien, transportiert, heißt es in der Begründung des Auswärtigen Amtes in Berlin. Dies soll im Auftrag der iranischen Revolutionsgarde durchgeführt worden sein, die auch „in staatsterroristische Akte verstrickt“ sei.

Am Montag dementierte der Sprecher des iranischen Luftverkehrs, Reza Jafarzadeh, gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur FARS die Meldung. Er habe keinen entsprechenden schriftlichen Bescheid der Bundesregierung erhalten, so Jafarzadeh. Mahan Air würde Deutschland seit 15 Jahren anfliegen und es gebe keine Probleme.

Die US-Regierung befürwortet die Sanktion. Die Fluggesellschaft unterstütze „die destruktiven Ambitionen des iranischen Regimes in der Region“, schrieb US-Außenminister Mike Pompeo auf Twitter. Er rief alle Verbündeten auf, dem Beispiel Deutschlands zu folgen.

Mahan Air steht bereits seit 2011 auf US-Sanktionsliste. Seit 2013 gelten auch persönliche Sanktionen gegen den Geschäftsführer der Fluglinie.

(fh)