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Attacke auf Abgeordneten

Der iranische Abgeordnete Ali Motahari ist am Montag bei einem Besuch in der südiranischen Stadt Shiraz gewalttätig angegriffen worden. „Dutzende Männer auf Motorrädern“ hätten ihn „mit Bausteinen und Pfeffergas“, angegriffen, sagte Motahari in einem Interview mit der iranischen Zeitung Etemad am Mittwoch. Die Männer hätten „beabsichtigt, mich zu töten“. Es sei reines Glück, dass er den schweren Angriff überlebt habe.

Der Parlamentarier war am Montag nach Shiraz geflogen, um dort eine Rede zu halten. Am Flughafen wurde er von gewalttätigen Männern attackiert. Eine Polizeistation, in der Motahari Schutz suchte, wurde von den Angreifern mehrere Stunden lang belagert. Die Männer hätten den Politiker dazu aufgefordert, die Stadt zu verlassen, so Etemad.

Der Abgeordnete kritisierte später das „gleichgültige Verhalten der Beamten“: Auch sie hätten ihm geraten, seine Rede abzusagen und die Stadt zu verlassen. Er forderte die Regierung auf, das Vorkommnis zu untersuchen.

Zuletzt war es am 11. Januar im iranischen Parlament zu Handgreiflichkeiten gegen Motahari gekommen, als dieser den Hausarrest der iranischen Oppositionsführer Mir Hossein Moussawi und Mehdi Karroubi als „gesetzeswidrig“ kritisiert hatte. Die Parlamentssitzung musste abgebrochen werden. Die Anführer der Grünen Bewegung werden seit Februar 2011 ohne rechtmäßigen Prozess vom iranischen Geheimdienst im Hausarrest festgehalten.

(fh)