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„Atomverhandlungen sind unumkehrbar“

Der iranische Präsident Hassan Rouhani hat in einem Live-Interview mit dem staatlichen iranischen Fernsehen am Montagabend die Atomverhandlungen mit dem Westen als „unumkehrbar“ bezeichnet.„Wir werden auf keinen Fall wieder an den Punkt gelangen, an dem wir uns im vergangenen Jahr befanden“, so Rouhani. Der Präsident zeigte sich optimistisch, dass es am Ende der laufenden Verhandlungen zwischen der Gruppe 5+1 und dem Iran in 39 Tagen ein Ergebnis geben werde. Der Iran müsse jetzt nicht mehr über die Schließung seines Schwerwasserkraftwerks in Arak verhandeln, so Rouhani. Das bedeute, der Westen habe Irans Rechte anerkannt: „Wir müssen uns jetzt auf das Wesentliche konzentrieren“, so der Regierungschef.

Am 24. November wollen sich der Iran und die Gruppe 5+1, bestehend aus den UN-Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland, in einem Abschlussabkommen über das iranische Atomprogramm einigen. Die Verhandlungsfrist war verlängert worden, nachdem die Differenzen nicht wie geplant bis Mitte Juli beigelegt werden konnten.

In Rouhanis Fernsehinterview ging es auch um die wirtschaftliche Lage des Iran. Rouhani betonte, seiner Regierung sei es gelungen, die Wirtschaftsflaute des Landes zu beenden. Von einem Aufschwung sei man jedoch noch weit entfernt. Rouhani versprach, die Inflation bis März 2015 von derzeit 37 auf 20 Prozent zu senken. (fh)