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Inhaftierter Arzt in Lebensgefahr

Der im Iran inhaftierte Mediziner Ahmadreza Djalali hat in einer von BBC Persian veröffentlichten Audioaufnahme seinen körperlichen und seelischen Zustand als sehr kritisch bezeichnet. In den vergangenen sechs Monaten habe er 25 Kilo an Gewicht verloren, so Djalali. Außerdem leide er unter Schwächeanfällen, massiven Gliederschmerzen, chronischer Schlaflosigkeit und Verdauungsproblemen. Zudem sei seine psychische Situation durch die Entfernung von seiner im Ausland lebenden Familie und das Todesurteil gegen ihn schwierig.

Der mit seiner Familie in Schweden lebende Professor und Katastrophenmediziner Djalali war im April 2016 im Iran festgenommen worden, als er sich auf Einladung von zwei Universitäten zur Teilnahme an einem Kongress in seinem Heimatland aufhielt. Seitdem wird der 46-Jährige im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten, fünf Monate der Zeit in Einzelhaft. Während der Haftzeit ist Djalali für mehrere Wochen in den Hungerstreik getreten.

Djalali werden Spionage und Kooperation mit Israel vorgeworfen. Er weist die Anschuldigungen zurück. Ende Oktober 2017 wurde er zum Tode verurteilt.

Seitdem haben internationale Menschenrechtsorganisationen sowie im November 2017 75 NobelpreisträgerInnen die sofortige Freilassung des Mediziners gefordert.

(fh)