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Afghanische Kämpfer aus dem Iran in Syrien gefallen

Am Donnerstag sind drei afghanische Männer, die aus dem Iran nach Syrien entsandt und dort getötet worden waren, in der iranischen Stadt Ghom bestattet worden. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur IRNA gestern. Demnach hatten die drei Männer Mostafa Ahmadi, Ali Alizadeh und Abibiullah Heidari zuvor in Ghom gelebt und wurden von dort nach Syrien geschickt, um für das Regime von Bashar al-Assad zu kämpfen. Das ist das zweite Mal innerhalb einer Woche, dass afghanische Migranten aus dem Iran im syrischen Bürgerkrieg sterben. Bereits am 5. März wurden sieben afghanische Kämpfer in der iranischen Stadt Maschhad beigesetzt. Der Iran unterstützt als Syriens Verbündeter das Regime Bashar al-Assads.

Genaue Zahlen über in Syrien gefallene Afghanen gibt es nicht. Doch die Medienberichte über Trauerfeiern in verschiedenen Städten des Iran lassen vermuten, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt. Im Mai 2014 veröffentlichte das US-amerikanische „Wall Street Journal“ unter Berufung auf westliche und afghanische Regierungsvertreter einen Bericht, die iranische Revolutionsgarde habe systematisch afghanische Flüchtlinge als Kämpfer für das syrische Regime rekrutiert. Dafür soll ihnen das Bleiberecht im Iran und ein monatliches Einkommen von 500 US-Dollar angeboten worden sein. Teheran hat das damals dementiert.

Zwei Millionen afghanische Flüchtlinge leben nach offiziellen Angaben im Iran. Aber nur 900.000 von ihnen wurde eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt.  MenschenrechtsaktivistInnen kritisieren, AfghanInnen würden von Teilen der Gesellschaft und von der Politik wie Menschen zweiter Klasse behandelt.

(fh)