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200 iranische Bücher auf Frankfurter Buchmesse

65 Verleger aus dem Iran werden auf der kommenden Frankfurter Buchmesse im Oktober rund 200 ihrer Bücher präsentieren. Das teilte das Vorstandsmitglied des iranischen Verbands für Verleger und Buchhändler Rafiee Ahmad Javaheri bei einer Pressekonferenz in Teheran mit. Die Auswahl wurde aus 850 Büchern getroffen, die die Herausgeber vorgeschlagen hatten. Außen vor blieben dabei vor allem Bücher unabhängiger Verleger.

Es ist das zweite Mal in Folge, dass der Verlegerverband zusammen mit dem staatlichen „Iran Cultural Faris Institute“ (ICFI) die Teilnahme an der internationalen Messe organisiert. Im vergangenen Jahr hatten 42 Verleger 300 Bücher auf der Messe präsentiert. Die 66. internationale Buchmesse in Frankfurt am Main gehört zu den wichtigsten Buchausstellungen der Welt und findet in diesem Jahr vom 8. bis zum 12. Oktober statt.

Im Iran müssen Verlage für die Veröffentlichung ihrer Bücher eine Druckgenehmigung beim Kultusministerium beantragen. Dort werden die Texte zunächst kontrolliert und zensiert. Viele VerlegerInnen klagen über die strengen Bedingungen dabei sowie darüber, dass die vom als moderat geltenden Präsidenten Hassan Rouhani versprochenen Lockerungen noch nicht eingetreten seien. Sie habe vor einem Jahr 34 Buchmanuskripte beim Ministerium eingereicht, sagt etwa Shala Lahiji, Chefin des Verlags „Roshangaran and Women Studies“. Bis heute habe sie für keines davon eine Veröffentlichungserlaubnis erhalten. Viele AutorInnen lassen daher inzwischen ihre Werke in Afghanistan drucken. Die Bücher werden dann im Iran auf dem Schwarzmarkt verkauft und sind oft heiß begehrt. (fh)